Gruppenselbsterfahrung

 

Genauso wie in der Einzelpsychotherapie dient auch dem Gruppentherapeut seine eigenen Person als ein wesentliches "Arbeitsmittel" und "Werkzeug". Durch seine Einfühlung, durch sein Verstehen, seine Kreativität und seine Erfahrung kann er Klienten und Patienten dabei zu unterstützen, Krankheiten und Lebensschwierigkeiten zu überwinden.

Die Arbeit in der Gruppe fordert aber über das hinaus, was der "durchschnittliche Therapeut" gelernt hat, zusätzliche Kompetenzen. Insbesondere muss der Therapeut damit umgehen können, selber ein Teil einer Gruppe zu sein, er sieht sich unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Gruppenteilnehmer gegenüber, die er wahrnehmen und integrieren muss, um die Gruppe arbeitsfähig zu halten.

Solche Kompetenzen kann man als Gruppentherapeut nur dann wirkungsvoll umsetzen, wenn man sich selbst in einem Gruppenprozess erlebt hat, wenn man eigene Veränderungsschritte im Rahmen einer Gruppe durchlaufen hat. Selbsterfahrung ist aber auch hilfreich, wenn man sich in einem therapeutischen oder pädagogischen Umfeld bewegt, wo man Gruppenkompetenzen benötigt, selbst dann, wenn man nicht beabsichtigt, im engeren Sinne therapeutisch tätig zu werden.

Wir bieten deshalb auch die Möglichkeit zur Selbsterfahrung in der Gruppe bei unseren erfahrenen Gruppenlehrtherapeuten und Gruppenlehranalytikern. Es gibt auch Möglichkeiten zur patientenbezogenen Selbsterfahrung (Balint-Gruppe) und zur gemeinsamen Reflexion eigenen therapeutischen Handelns in der Supervisionsgruppe.

Wenn Sie eine der Möglichkeiten zur gruppenbezogenen Selbsterfahrung in Anspruch nehmen wollen, wenden Sie sich an unsere Gruppenlehrtherapeuten oder Gruppenlehranalytiker.